Soziale Bewertung der Lieferanten | 414-2

Negative soziale Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen

Die internationale Plattform der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) ist ein wertvolles Werkzeug, mit dem wir Lieferanten leichter beurteilen und unsere eigenen Daten gegenüber Kunden offenlegen können. Seit 2006 veröffentlichen wir auf der Plattform Informationen zu Arbeitsbedingungen und Arbeitnehmerrechten, Gesundheit und Sicherheit, Umwelt und ethischen Geschäftspraktiken. Mittlerweile sind alle Produktionsstandorte von Symrise bei SEDEX erfasst. Seit 2012 haben wir unsere wichtigsten Lieferanten dazu aufgefordert, sich bei SEDEX zu registrieren und dort ihre Daten offenzulegen. Insgesamt wurden bereits 80 % unserer Hauptlieferanten, basierend auf dem Einkaufsvolumen, anhand von Nachhaltigkeitskriterien (gemäß SEDEX / SMETA 4 Pillar) bewertet. über ein Risk Assessment Tool (maplecroft) werden Lieferanten in high, medium and low risk klassifiziert.

Bei Lieferanten mit besonders ausgeprägtem Risiko, kritischen Rohstoffen oder in der Bewertung offenkundig gewordenen Problemen führen wir Audits durch. Schwerpunkte sind neben Produktsicherheit, Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit, Gesundheit und sozialer Verantwortung auch Umweltthemen. Entsprechen Lieferanten nicht unseren definierten Standards, werden gemeinsam Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet und eingeleitet. Können die verlangten Standards dennoch nicht eingehalten werden, wird die Geschäftsbeziehung in letzter Konsequenz beendet. Alle neuen Lieferanten füllen einen Lieferantenfragebogen aus, der einen Bereich enthält, in dem Fragen zu Arbeitspraktiken gestellt werden. Außerdem verpflichten sich unsere neuen Lieferanten mit ihrer Unterschrift zur konsequenten Erfüllung unserer CSR-Richtlinien. Bestehende Lieferanten werden mithilfe unseres systematischen Risk-Assessment-Verfahrens auch hinsichtlich ihrer Arbeitspraktiken bewertet. Bei keinem Lieferanten wurden kritische Arbeitspraktiken (tatsächliche und potenzielle) ersichtlich.

2017 wurden alle neuen Lieferanten im Hinblick auf Menschenrechte geprüft. Bei keinem Lieferanten haben wir wesentliche tatsächliche oder potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen festgestellt.

Wir beziehen tierische Rohstoffe und Nebenprodukte ausschließlich von Lieferanten, welche mindestens europäische Gesetze bzw. lokale Bestimmungen bezüglich Tierschutz und Tierwohl einhalten. Wir schlachten und transportieren selbst keine Tiere. Im Bereich der Flavor- und Fragrance-Industrie werden generell Rohstoffe tierischen Ursprungs nur in unwesentlichem Maße verwendet. Im Gegensatz dazu sind bei Diana Geflügel, Schwein, Rind und Fisch wesentliche Bestandteile der Produkte im Bereich Tiernahrung. Hierzu werden gewöhnlich nur sogenannte „Nebenströme“ (zumeist Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie) verwendet. Durch den Bezug von Nebenströmen aus lokaler Beschaffung werden höchste Rohstoffeffizienz gewährleistet und Nahrungsmittelabfälle vermieden. Gemeinsam mit anderen Unternehmen gründeten wir zudem 2015 den U.S. Roundtable for Sustainable Beef. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Rindfleisch-Wertschöpfungskette. Zudem traten wir 2016 der Sustainable Agricultural Initiative (SAI) bei, welche die Förderung nachhaltiger Landwirtschaftspraktiken zur Zielsetzung hat.